Dieser Blog wird vorübergehend (und wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit endgültig, kein Mensch braucht zwei Blogs, vor allem wenn er den einen nicht mal weiterführt) geschlossen. Hab schon einen Großteil der sinnfreien Posts aussortiert. Wie auch immer, die Post geht jetzt hier drüben ab.
Vor 10 Jahren oder so, als ich noch ungefähr jedes Star Wars Buch besaß, dass auf Deutsch rausgekommen war, hätte ich den Job vielleicht auch noch machen können…
Mit den ganzen neuen Filmen+Computergames+Comics+ Spielzeugen+Flaschenöffnern+Korkenziehern+etc. aber wohl nicht mehr. Gut dass ihn jetzt ein anderer hat. Was natürlich nicht verhindert hat, dass sich um die ganze Star Wars Expanded Universe / Kanon Sache eine eigene Wissenschaft gebildet hat.
Irgendwie seltsam, aber cool… Aber das wisst ihr ja schon alles.
Ach ja, wenn wir schon mal beim Thema sind: Clone Wars ist echt nicht gut, schade eigentlich. Dafür aber Batman. Und das ist doch mal was.
Sodele. Wer sich jetzt fragt, warum ich auf meinen alten Tage (oh gott, wie ich schon rede) noch mal über Star Wars blogge, dem sei gesagt, dass ich nach besagtem Clone Wars Desaster mich dran erinnert habe, dass es doch auch mal noch gute Geschichten im SW-Universum gab und daraufhin mehrere Stunden im Internet verbracht und in Erinnerungen geschwelgt habe…
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…wäre er wohl „Overlord McCainnister the Brute“ und hätte folgende Eigenschaften:
This perennially battle-weary creature thrives on animosity and fear; it wields a Fox Cloak of Deception with a +10 stun against nearby intelligent creatures. Sporting long, tentacled arms, its impressive reach gives it a +5 luck in debates. Sadly, this creature is rarely found in the wild; it is usually paired as a familiar to the Horn-toothed Lobbyist.
Einfach zu gut…
Weitere mögliche Klassen/Charaktertypen finden sich bei wired.com.
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Hab grad mal mein WordPress-Account wieder durchforstet und gemerkt, dass ich noch den ein oder anderen Artikel in der Warteschleife hatte, den ich irgendwie vergessen hatte zu veröffentlichen. Hab auch nicht wirklich viel Elan zu bloggen. Aber egal. Hier ist auf jeden Fall der Beitrag:
Hier sind ein paar Links zu einigen interessanten Blogs über die ich in letzter gestolpert bin bzw. gestolpert wurde:
- ArmsControlWonk: Online-Sammelstelle der Arms-Control Community, hauptsächlich geht es um nukleare Abrüstung aber auch um Themen wie Nuklearterrorismus, Raketenabwehr, Sicherheitspolitik i.A., Weltraumpolitik.
- The Monkey Cage: Blog der Politikwissenschaftsprofessoren der George Washington University in Washington, D.C. Hier gehts um Politikwissenschaft i.A., oftmals im Bezug auf aktuelle Ereignisse. Im Moment wird praktisch nur noch über die Vorwahlen geschrieben, was auch schnell langweilig werden. In der Regel aber gut.
- Abu Aardvark: Ein Blog von Marc Lynch, ebenfalls Politikprofessor an der George Washington University, aber mit anderem Schwerpunkt als der oben, nämlich hauptsächlich über Politik im Nahen Osten. Von ihm auch das Zitat des Tages:
I cast my vote for Obama, but since it was a touch-screen machine with no paper trail, I have no idea whether the vote actually counted for Barack Obama, Hillary Clinton, Hugo Chavez or Buffy Summers. It’s the American way.
(Original Post hier)
- e-ir.info: Ein Blog von ein paar englischen und US-amerikanischen Studenten, die von Studenten geschriebene Paper über Internationale Beziehungen veröffentlichen. Dazu News, Blog-Empfehlungen, Podcasts, Editorials usw.
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Die ZEIT hat in ihrer Ausgabe vom 21.02. (letzten Donnerstag) folgenden Leserbrief von mir veröffentlicht, den ich in Replik auf diesen Leitartikel von Josef Joffe geschrieben habe:
Was Herr Joffe der Bundesregierung angesichts der Lage in Afghanistan empfiehlt geht leider inhaltlich empfindlich am Kern der Sache vorbei. Denn bevor man der Bitte aus Amerika gedankenlos nachkommt und Menschenleben aufs Spiel setzt um das vielzitierte „transatlantische Bündnis“ zu retten und nicht als Feigling dazustehen, sollte man eines nicht übersehen: Der Einsatz in Afghanistan ist vorrangig erst einmal kein „Test“ der NATO-Stabilität, sondern diese Krise hat ihre tieferen Ursachen in dem Versagen der Strategie für Afghanistan (so es denn eine gab).
Und so dürfte der abkommandierte Soldat seinen Verteidigungsminister zu recht fragen: Ist mein Einsatz vollkommen und ohne Einschränkung mit dem GG vereinbar? Ist mein Einsatz friedenspolitisch motiviert oder entsteht nicht vielmehr aus bündnispolitischen Erwägungen? Gibt es ein politisches Gesamtkonzept in dem mein Einsatz stattfindet? Gibt es Strategien wie und wann der Einsatz beendet werden soll? Wenn es all das gibt, wieso haben die bisher eingesetzten, Tausende von Soldaten, sie nicht erreicht?
Erst wenn der Minister diese Fragen hinreichend und guten Gewissens beantworten kann, so darf er den Einsatz überhaupt in Erwägung ziehen. Und erst wenn der amerikanische Verteidigungsminister seinen Soldaten (und nicht nur diesen) diese Fragen ebenfalls beantworten kann, so darf er eine solche Bitte überhaupt erst legitim an die Bündnispartner herantragen.
In der gedruckten Form wurde der Brief leicht gekürzt.
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Bin nun mit der Lektüre des zweiten Pratchett Romans auf Englisch durch. Auch wenn ich eigentlich meinte, dass ich eines der alten Bücher lesen, wollte, damit ich den direkten Vergleich wagen kann, so hab mich nun doch entschieden eines zu
lesen, was ich noch nicht kannte: „Thud!“, zu Deutsch: „Klonk!“. Deshalb bleibt mir für meinen Vergleich Übersetzung-Original wieder nur die Online-Leseprobe, die Random House auf seiner Internetseite anbietet.
Was soll ich sagen? Zuerst einmal: Das Buch ist gut. Was keine Überraschung ist, denn richtig schlechte Pratchett-Bücher sind rar. Ich mochte die Wachen-Geschichten schon immer sehr gerne, auch wenn man sagen muss, dass die früheren Wachen-Geschichten tw. etwas mehr Humor, im Sinne von Nonsense & Slapstick hatten. Hier ist der Humor eher als story-förderndes Stilmittel vorhanden, jedoch kein Selbstzweck. Hier muss man dazusagen, dass der Humor bei Pratchett m.E. nie Selbstzweck war, sondern immer Mittel um eine Geschichte zu erzählen – nur manchmal eben mehr (wie z.B. auch bei „Wintersmith“), manchmal weniger.
In „Thud!“ steht daher definitiv die Geschichte an sich im Vordergrund, was jedoch dem Buch nicht schadet, ganz im Gegenteil. Denn die Geschichte um Zwerge & Trolle, die sich im Vorfeld eines sich jährenden alten Konflikts fast (oder manchmal auch direkter) die Köpfe einschlagen ist durchweg spannend geraten. Gegen Ende versucht sich Pratchett sogar am Grusel-Genre, was ihm vergleichsweise gut gelingt. Weiterhin kann das Buch, auch als treffende Metapher auf Rassenintoleranz & das Umgehen mit derselben gelesen werden (was auch schon auf dem Klappentext angedeutet wird).
Nun zur Übersetzung: Hier kann ich eigentlich nichts beanstanden, was wohl auch daher rührt, dass die Dialekte, die vorkommen, von Andreas Brandhorst einigermaßen passend übersetzt werden. Einige Wortspiele sind zwar der Übersetzung wieder zum Opfer gefallen, aber hier muss man wohl einfach ein Auge zudrücken und auf die ansonsten saubere Übersetzung verweisen. Kleines Beispiel:
Original:
Common sense told them this was true. It was as plain as the nose on your face, and especially the one on Nobby’s face.
Wird in der Übersetzung zu:
Der gesunde Menschenverstand sagte ihnen, dass das stimmte. Es war klar wie Kloßbrühe.
Dies ist aber auch das einzige Beispiel was ich gefunden habe – und welches ehrlich gesagt nicht wirklich ins Gewicht fällt. Es bleibt allerdings anzumerken, dass ich nicht das ganze Buch auf Deutsch gelesen habe, sondern nur den – zugegeben kurzen – Auszug der Random House Homepage. Vielleicht hat ja jemand beide Ausgaben vollständig gelesen, oder kann evtl. andere problematische Stelle an Hand einer der Ausgaben aufzeigen.
Eine Anmerkung bleibt: Ich hatte bei dem Buch mit meinem Englisch mehr Probleme, als bei „Wintersmith“. Vielleicht lag das etwas an der komplexeren Story oder an dem „facettenreichen“ Leben Ankh-Morporks, das der Autor mit vielen Adjektiven schön und farbig beschreibt. War jedoch nicht weiter schlimm – verstanden hab ich’s trotzdem und somit nebenbei auch noch ein bisschen besser Englisch gelernt…
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Habe passend zu der Jahreszeit die Lektüre von „Wintersmith“ von Terry Pratchett begonnen. Es ist das erste Mal, dass ich ein Terry Pratchett Roman im Original lese. Und auch wenn ich bisher davon überzeugt war, dass der Übersetzer Andreas Brandhorst eigentlich gute Arbeit geleistet hat (ohne das natürlich auf eine exakte empirische Beobachtung stützen zu können
), war ich doch etwas überrascht, was in der Übersetzung alles verloren geht. Ich bin darauf bei der Verwendung des Ausdrucks „take the cake“ („den Vogel abschießen“) darauf gestoßen. Pratchett verwendet diesen Ausdruck zunächst in seiner einfachen Version und baut es aber dann zum Wortspiel aus, indem er es übersteigert. Hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach:
Original:
But when it came to odd, Mrs Treason didn’t just take the cake, but a packet of biscuits too, with sprinkles on the top and also a candle.
Übersetzung:
Doch in Sachen Seltsamkeit schoss Fräulein Verrat eindeutig den Vogel ab. Und es war ein großer Vogel, mit vielen bunten Federn.
Dabei wird deutlich, dass bei der Übersetzung doch einiges verloren geht. Das soll nicht heißen, dass die Übersetzung von Andreas Brandhorst schlecht ist, nein, ich denke, es ist sogar das beste was man daraus machen kann. Nichtsdestotrotz geht aber etwas verloren. Das zeigt sich noch stärker bei folgendem Beispiel, bei dem Pratchett dieses Wortspiel nocheinmal aufgreift:
Original:
Yes… perhaps Miss Treason didn’t just take the cake, a packet of biscuits with sprinkles on the top, and a candle, but also the trifle, the sandwiches and the man who made amusing balloon animals afterwards.
Übersetzung:
Ja, in Sachen Seltsamkeit schoss Fräulein Verrat nicht bloß den Vogel ab. Sie holte einen ganzen Schwarm herunter.
Ein weiter Punkt betrifft die Übersetzung der „Kleinen Freien Männer“ („Wee Free Men“). Diese kleinen Gnome sprechen im Original mit einem irisch/schottischen Akzent, den Pratchett einfach in die Schriftsprache übernimmt. Das erzeugt den Effekt, dass man sich die kleinen Männer mit Tätwierungen und langen, roten Haaren förmlich vor sicht sieht. Dieser Akzent kann aber praktisch nicht ins Deutsche übersetzt werden, denn hier gibt es keinen Akzent den wir sofort mit rothaarigen, rauf- und trinklustigen Gestalten in Verbindung bringen. Ein Beispiel verdeutlicht den Sachverhalt wieder einmal besser:
Original:
‘Ach crivens!’ it grumbled. ‘Will ye no’ look at this? ‘Tis the work o’ the wintersmith! Noo there’s a scunner that willnae tak’ „no“ fra’ a answer!’
Übersetzung:
„Potzblitz“, brummte es, „Seht euch das an! Das is’ das Werk des Winterschmieds! Er meint es verdammt ernst!“
Hierbei ist anzumerken, dass Pratchett für die „Wee Free Men“, die Feegles, ein kleines Sprachlexikon entworfen hat, indem Begriffe wie ‘crivens’, ‘waily’ oder ‘hag o’ hag’ mit viel Humor definiert werden. Diese Sprachfeinheiten sind wohl der Übersetzung zum Opfer gefallen, auch wenn es wahrscheinlich nur mit schwerem Herzen geschehen ist.
Es wäre natürlich möglich, dass sich diese Übersetzungsprobleme ausgerechnet in diesem Roman häufen, sehr wahrscheinlich ist es aber nicht…
All das lässt jetzt natürlich eine große Frage im Raum stehen: Muss ich all die Scheibenweltbücher, die ich bisher gelesen habe, nochmal im Original lesen um den vollen Umfang Pratchetts Humors verstehen zu können? Vielleicht sollte ich mal eins oder zwei, die ich schon gelesen habe mir auf Englisch zu Gemüte führen und mich dann an ein Urteil wagen…
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Die EZB und die amerikanische Federal Reserve haben vor ein paar Wochen Milliarden von Dollar / Euros in das Weltfinanzsystem gepumpt um es zu stabilisieren. Ich habe mich immer gefragt, wie das funktioniert haben soll, da ich in Wirtschaftsangelegenheiten eine ziemliche Niete bin. Nun hat der von mir geschätzte Autor Terry Pratchett einem seiner aktuellen Romane eine quasi-Definition geliefert, mit der ich wohl erst mal über die Runden kommen sollte:
Sie hatten Ankh-Morpork (ersetze wahlweise „Ankh-Morpork“ durch „die Welt“, Anm. von mir) mit Gold gerettet, und viel leichter als irgendein Held mit Stahl. Aber eigentlich war es gar kein Gold gewesen, nicht einmal das Versprechen von Gold, sondern eher die Vorstellung von Gold, der zauberhafte Traum davon, dass Gold da ist, am Ende des Regenbogens, und dass es auch weiterhin da sein wird, vorausgesetzt natürlich, man geht nicht hin und sieht nach.
Dieses Phänomen ist als Finanzen bekannt.
(Terry Pratchett 2007: Ab die Post, S.440. München: Goldmann)
Ganz treffend, oder? Falls mir aber jemand das Ganze mit der Finanzkrise noch besser erklären kann (und derjenige sollte wirklich gut sein…:) ), dann bitte ich um ein paar aussagekräftige Kommentare und/oder Links. Denn zeitweise hab ich in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen wirklich nur noch Bahnhof verstanden. Und das hat mir Angst gemacht, denn da geht unser Geldsystem fast in die Binsen und ich check nicht warum. Verquere Welt.
Natürlich sind auch Kommentare zu dem Buch erlaubt, denn das ist wirklich vorzüglich. So wie wir es ja von Pratchett inzwischen gewohnt sind. Auch wenn ich mich zu der Bemerkung hinreißen lassen könnte, dass die früheren Romane besser waren…
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Diese Frage haben sich auch Forscher an der Harvard University gestellt. Und die wären bestimmt nicht so ne gute Uni, wenn sie darauf keine Frage finden würden…
Nein, im Ernst:
Ilyana Kuziemko und Eric Werker haben herausgefunden, dass die Auslandshilfen der USA an nicht-ständige Mitglieder des Sicherheitsrates während ihrer Mitgliedszeit im Sicherheitsrat um 59 % Prozent ansteigen. Interessant. Hier der Abstract des Artikels, in dem die Ergebnisse veröffentlicht wurden:
Ten of the fifteen seats on the U.N. Security Council are held by rotating members serving two-year terms. We find that a country’s U.S. aid increases by 59 percent and its U.N. aid by 8 percent when it rotates onto the council. This effect increases during years in which key diplomatic events take place (when members’ votes should be especially valuable) and the timing of the effect closely tracks a country’s election to, and exit from, the council. Finally, the U.N. results appear to be driven by UNICEF, an organization over which the United States has historically exerted great control.
Sekundärquellen:
- Deutsche Welle (hier auch tw. Kritik an der Argumentation)
- Frankfurter Rundschau
Durch den Artikel in der FR bin ich ursprünglich auch auf den Original-Artikel gestoßen. Obwohl die Ergebnisse der Studie in zwei, drei Sätzen zusammengefasst werden können, lohnt es sich doch, auch einen Blick in das Original zu werfen. Kuziemko und Werner haben einige interessante methodische Ansätze, die ich ÜBERHAUPT nicht verstehe.
Unter anderem benutzen sie unglaublich lange Formeln um den Wert eines Sitzes im Sicherheitsrat in Entwicklungshilfe auszudrücken. Wie gesagt, extrem kompliziert. Aber es ist nett zu sehen, dass sowas offenbar funktioniert…
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