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Wer schon mal in einer Uni-Bibliothek war, weiß, dass diese Typologie nicht nur auf Studenten der Universität Köln zutrifft…

Die Bibliothek, das Hauptseminar, das Institut. Die heiligen Hallen jeder Universität. Hohe Decken, endlose Gänge zwischen Mauerhohen Regalen vollgestopft mit Büchern, zahllose Tische und Stühle. Und Studenten. Die sich bisweilen seltsam verhalten. Eine kleine Typologie der Bibliotheksbesucher.

(Quelle: ZEIT Campus Blog)

Linktipps: Außenpolitik

Ein paar Linktipps zur Außen- bzw. Internationalen Politik. Nicht alle neu, dafür aber kommentiert.

  • FP Passport: Ein Blog der Herausgeber von Foreign Policy, einem amerikanischen Journal über Internationale Politik, Wirtschaft und Ideen. Erst vor kurzem entdeckt, aber ganz interessante Linksammlungen zu weiterführenden Texten.
  • Kosmoblog: Ein ZEIT-Blog von Ulrich Speck mit ausgezeichneten eigenen Artikeln aber vor allem sehr sehr nützlichen Linktipps zum tagespolitischen internationalen Geschehen.
  • OpenDemocracy: Ein Blog über die Rolle der Demokratie in der Außenpolitik. Hab ich bisher kaum gelesen, daher lass ich das hier einfach mal so stehen. Wer was drüber sagen kann, kann ja mal Bescheid geben.
  • Telepolis: Wer kennt sie nicht? Zu jedem Thema interessante Artikel, auch zur Außenpolitik.
  • International Crisis Group: Amerikanischer „Think Tank“ zu aktuellen internationalen Krisenherden. Sehr detailreich und ausführlich.
  • Stiftung Wissenschaft und Politik: Die Stiftung ist mir schon länger ein Begriff (ein Prof von dort lehrt bei uns an der Uni), auf die ausgezeichnete Internetseite mit vielen kostenlosen und informativen Artikeln bin ich allerdings erst vor kurzem gestoßen.

Wer noch weitere nützliche Links hat, kann ja grad in den Kommentaren sich mal melden. Ich freue mich immer über neues Lesefutter… :)

Das war sie also die Harvard World MUN. Es waren anwesend:

  • ca. 1700 Delegierte
  • 200-300 Organisatoren (bei der Zahl bin ich mir nicht ganz sicher…)
  • aus insgesamt 42 Ländern
  • in 19 Kommittees bzw. specialized bodies (z.B. AU)

Nun stellt sich die Frage: Was macht man genau auf so einer UN – Simulation? Nun ja, man versucht eben, die Verhandlungen in den verschiedenen Kommittees der UN-Generalversammlung möglichst originalgetreu nachzustellen. Jeder Teilnehmer übernimmt die Rolle eines Delegierten aus einem Land, das er zugewiesen bekommt, in einem Kommittee (oder eben in einem dieser Specialized Bodies – sag mir doch da mal einer ein gutes deutsches Wort dafür…). In meinem Falle war das ehrenvolle Königreich Bahrain im DISEC (Disarmament and International Security) Kommittee. Das Thema, das in DISEC behandelt wurde, war „Trafficking of Light Armaments and RPG’s“, also grob die Weiterverbreitung und der Handel von Kleinwaffen. Über dieses Thema wurde dann 4 Tage lang in 6 Sitzungen diskutiert, verhandelt, Lobbying betrieben und Resolutionen entworfen. Von diesen „Draft Resolutions“ wurde dann auch schlussendlich eine verabschiedet (wenn auch nicht mit überwältigender, aber mit solider Mehrheit).

Das nur ganz im Groben, es ist sehr schwer die genaue Prozedur etc. umfassend und gleichzeitig kurz zu beschreiben. Wer also Details wissen will soll einfach fragen…

Die Sitzungen sind natürlich nicht alles, es gibt ja auch noch ein Leben außerhalb der Konferenzsäle. :) Und das haben wir (und ungefähr 2000 andere Studenten) natürlich auch ausgiebig genossen – Genf ist ja schließlich eine schöne Stadt! ;)

Hier ist auch ein ausgezeichneter Beitrag vom Deutschlandfunk über die MUN in Münster, bei dem sehr schön deutlich worum es bei so einer UN-Simulation geht.

Und zum Abschluss noch ein paar Bilder:

In Session…

Informal Caucus

Closing Ceremony in der UN Assembly Hall in Genf

Ich kann jedem nur empfehlen so was auch mitzumachen – es lohnt sich!

 

Lesen:

Der ausgezeichnete Artikel.

Mein kultiviertes Aufregen

Der unsägliche Grund für das Ganze

Zwischen dem ganzen Gelaber über „Profilschärfung“, „Elite“ und „Wirtschaftsausrichtung“ hab ich inzwischen ganz vergessen, warum das ganze Unternehmen „Umstruktierung“ überhaupt ins Rollen gekommen ist… Vielleicht weil Arndt Angst hat so zu werden wie die ganzen anderen Unis:

Im Kontext der aktuellen Wettbewerbssituation der Universitäten und der bereits laufenden
Differenzierungsprozesse der Hochschullandschaft besteht für die Universität Mannheim ohne
weitere Konzentration auf ihre Kernkompetenzen mittelfristig die Gefahr, in die Gruppe vorrangig
regional ausgerichteter Universitäten herkömmlichen Typs abzusteigen.

Wenn’s ein Rassismus gegenüber anderen Universitäten gäbe, würde diese Aussage mit Sicherheit darunter fallen. Man muss sich nur mal die Rhetorik auf der Zunge zergehen lassen: „in die Gefahr laufen… abzusteigen“. Das heißt ja wohl, das schon die Auffassung besteht Mannheim sei wahnsinnig toll (was vielleicht auch verschiedene Rankings belegen, na und?) und dass andere Unis im Vergleich schlecht sind. Das mag ja vielleicht die Realität sein, aber diese Tatsache so sozialdarwinistisch auslegen, frei nach dem Motto „Sie oder wir“ ist unglaublich…

Momentan bin ich auf jeden Fall nicht sonderlich Stolz an der Uni Mannheim zu studieren. Auch wenn’s natürlich ein paar gute Seiten gibt, aber die darf ich grad nicht erwähnen, es ist ja hier ein Mecker-Posting, da kommt das nicht so gut. Vielleicht also ein anderes Mal mehr an dieser Stelle über die guten Seiten… ;)

Bissiger Kommentar von Bill Maher über die neokonservativen Think Tanks in Amerika :) :

(via Jörg Lau)

Hier ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass man sich seine Informationen aus unterschiedlichen Quellen besorgen sollte:

Cicero über die „Gates Foundation“ (Ausgabe 01/07, Seite 72):

Während des vergangenen Jahrzehnts hat die Stiftung eine schnelle Wertsteigerung erfahren. Während sie am Anfang dafür bekannt war, dass sie alle Schulen auf der Welt mit Computern ausrüsten wollte, sind die Ziele heute weitaus ehrgeiziger: Fragen der globalen Ungleichheit ansprechen – ein eindrucksvolles und weit reichendes Projekt [...].

Oder an anderer Stelle:

Die „Bill und Melinda Gates Foundation“, von den beiden 1999 ins Leben gerufen, ist mittlerweile mit mehr als 30 Milliarden Dollar die reichste private Stiftung der Welt und spendet über eine Milliarde jährlich für Bildung und Gesundheitsvorsorge in der Dritten Welt und den USA.

Das hört sich alles schön und gut an, doch am 9.1. ist mir ein Bericht auf telepolis unter die Finger gekommen, in dem eine Menge Kritik an der ganze Sache geübt wird:

So soll die Gates Foundation einerseits mit 218 Millionen Dollar Polio- und Masernschutzimpfungen und entsprechende Forschungen subventionieren, um Nöte etwa im Niger Delta zu lindern. Und andrerseits investiert die Foundation über 400 Millionen Dollar in Unternehmnungen wie Eni, Royal Dutch Shell, Exxon Mobil Corp., Chevron Corp. und die französische Total, welche für den außergewöhnlich hohen Verschmutzungsgrad der Luft und entsprechende Folgekrankheiten im Niger Delta verantwortlich gemacht werden.

Oder weiterhin:

Die Foundation soll bedeutende Anteile an Firmen halten, die zu den schlimmsten Umweltverschmutzern in den USA und Kanada gehören (ConocoPhillips, Dow Chemical Co. und Tyco International Ltd.), Anteile an Unternehmen, die für erkrankte Kinder mitverantwortlich sind, Anteile an Pharmaunternehmen, die Preise für Medikamente gegen AIDS so hoch halten, dass sie für viele Patienten unerschwinglich sind – gleichzeitig ist die Bekämpfung von AIDS eine der zentralen Anliegen der Stiftung.

Soweit die Fakten, was jetzt genau stimmt (wahrscheinlich stimmen ja beide Darstellung, das ist ja das schlimme) bleibt der eigenen Urteilskraft überlassen.

Ein anderes Thema was mich hier noch interessiert ist:
Ich habe hier relativ frei im Volltext aus Cicero (Online- & Printausgabe) und telepolis zitiert. Ich vermute mal jedoch, dass das illegal ist, bin mir aber nicht sicher, also lass ich die Auszüge erst mal stehen. Aber vielleicht kann mich da jemand aufklären?

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